Individuelle Geschenk- & Präsentkörbe mit hochwertigem Kaffee

Die Kaffeepflanze Nasses Verfahren

Durch das "nasse Verfahren",

abgekürzt W.I.B. (westindische Bearbeitung), werden die sogenannten gewaschenen Kaffees gewonnen. Die frisch gepflückten Kaffeekirschen werden in Behälter geschüttet und von dort in einen Kanal mit fließendem Wasser gespült.

Blätter, Aststücke und unreife Kirschen (Espuma) schwimmen an der Oberfläche und werden abgesondert.

Die vollgewichtigen, guten Kirschen sinken zu Boden und werden in einen Entfleischer (Pulper) gespült, in dem die Bohnen von Fruchtfleisch und äußerer Schale befreit werden.

Nasses Verfahren

Die Bohnen, die noch von ihren pergamentartigen Hüllen und den Silberhäutchen umgeben sind, werden einem Trommelsieb zugeführt und nach ihrer Größe in Pergaminos 1 oder Pergaminos 11 vorsortiert. An der Hülle haftet immer noch ein klebriger, süßlich schmeckender Schleim, der selbst durch eifriges Spülen nicht entfernt werden kann.

Deshalb werden die Bohnen nach Verlassen der Pulper in Gärbehälter geleitet und darin je nach Wärme einer 12- bis 24-stündigen Gärung unterworfen. Der Schleim wird dabei vollständig aufgelöst und hernach durch sorgfältiges Waschen bis auf die letzte Spur weggeschwemmt. Von der Dauer und der Art dieses Gärprozesses hängen nicht zuletzt Güte und Farbe der Bohnen ab. 

Die sauberen Pergamentbohnen werden in der Sonne oder maschinell getrocknet. 

Schälmaschinen befreien - meistens gleich in den Ursprungsländern - die Bohnen von den Pergamenthüllen und Silberhäutchen. In dem eisernen Gehäuse der Schälmaschine rotiert eine kegelförmige Stahlwalze.

Nasses Verfahren

Zwischen dem Schneckengewinde der Walze und dem geraten Gewindegang des Gehäuses bleibt gerade so viel Raum, dass die Pergamenthülle durch Druck und Reibung zerbricht, ohne dass die Bohne selbst beschädigt wird. Zu starker Druck kann Farbe und Güte des Kaffees beeinträchtigen. 

Die nasse Art der Bearbeitung wird vorzugsweise in

  • Mittelamerika
  • Westindien
  • Kolumbien
  • Venezuela
  • Ostafrika
  • Ostindien
  • und Indonesien

angewandt, und zwar überall dort, wo genügend frisches Wasser vorhanden ist. Durch dieses Verfahren wird - wie schon erwähnt - die Qualität des Kaffees wesentlich erhöht. Außerdem hat die geröstete Bohne des gewaschenen Kaffees meistens ein sehr ansprechendes Aussehen und einen auffallend hellen bis leuchtend weißen Schnitt.

 Nasses Verfahren

Gewaschene Kaffees werden oft nach dem Schälen in einer sogenannten Pollermaschine, die neuerdings auch mit der Enthülsungsmaschine verbunden ist, geglättet.

Dadurch soll eine längere Haltbarkeit der Farbe und der Güte erreicht werden.

Bei diesem Vorgang werden die Bohnen auch von der ihnen noch anhaftenden Silberhaut größtenteils befreit.

In einer Maschine, die mit verschiedenen Sieben ausgestattet ist, werden die Bohnen nach ihrer Größe sortiert und kommen dann als erste, zweite und dritte Bohne in den Handel. Gleichzeitig wird auch der Perikaffee abgesondert.